Es geht los

Der Garten ist vorbereitet, alle Beete sind präpariert. Da die meisten unserer Testpflanzen nicht frosthart sind und deshalb noch nicht ausgesät werden können, wächst in den meisten Beeten im Moment eine Gründüngung, damit der Boden etwas zu tun hat und nicht brach liegt. Die ersten kälteresistenten Pflanzen haben wir aber bereits direkt in den Beeten ausgesät. Engelwurz (Angelica archangelica) und Maca (Lepidium peruvianum) ertragen auch mal etwas Frost in der Nacht. Wegen der Trockenheit diesen Frühling mussten wir ein wenig Bewässern, um die Samen zu wecken.

Der Sortengarten, das Freiluftlabor auf dem Eichhof

In meiner Masterarbeit an der ZHAW in Wädenswil habe ich, Stephan Gysi, mich mit neuen Nischenkulturen für die Schweizer Landwirtschaft beschäftigt. Im Rahmen dieser Arbeit kam ich mit Stefan Brunner und dem Eichhof in Kontakt. Unser gemeinsames Interesse für neue, innovative Nischenkulturen hat jetzt dazu geführt, dass dieses Jahr auf dem Eichhof die Versuchsarbeiten wieder intensiviert werden! Unser Schaugarten wird zum Freiluftlabor, wo wir verschiede Pflanzen anbauen werden, welche in der Schweizer Landwirtschaft noch eher unbekannt sind. Stefan interessiert sich sehr für Südamerikanische Wurzelgemüse. Einige davon sind sich sehr raues Wetter aus den Anden gewohnt. Deshalb können sie gut mit grossen Temperaturschwankungen und Trockenheit umgehen. Ich kann die Pflanzen aus meiner Masterarbeit beisteuern. Ziel meiner Arbeit war es, Pflanzen zu finden, welche mit den sich ändernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen.

Der Hintergrund unseres Experimentes im Schaugarten ist die Tatsache, dass der Klimawandel die Landwirtschaft zunehmend vor Herausforderungen stellt. Die Pflanzen, welche wir in Zukunft anbauen, müssen mit höheren Temperaturen, weniger Niederschlag und anderen Wetterextremen umgehen können. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass eine starke Diversifizierung ein wichtiger Faktor ist, um die Landwirtschaft auf diese neuen Bedingungen vorzubereiten. Eine grössere Vielfalt an Nutzpflanzen kann zudem dazu beitragen, den Pestizideinsatz zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern. Eine vielfältigere Landschaft ist interessanter für Insekten, sowohl für Nützlinge als auch Bestäuber. Auch von der wirtschaftlichen Seite her sind Nischenkulturen interessant für einen Betrieb, der ganz auf Direktvermarktung setzt. Wenn zuverlässige Abnehmer für die Produkte gefunden werden können, bieten Nischenkulturen das Potenzial, die Wertschöpfung vor Ort zu erhöhen.

Dies sind alles brennende Themen in der Schweizer Landwirtschaft. Deshalb stellen wir uns der Herausforderung, hier einen Beitrag zu leisten. Daneben macht es natürlich auch sehr viel Spass, Neues auszuprobieren. Wir sind sehr gespannt auf die Resultate! In diesem Blog werden wir euch auf dem Laufenden halten, was in unserem Schaugarten passiert und Erfolge, und die hoffentlich spärlichen Misserfolge, mit euch teilen.

Lieferungen über Oster 2020

Gemüse Lieferungen über Ostern

Vielen Dank, dass Sie unser Bio Gemüse abonniert haben.
Sie helfen uns existentiell diesen Lockdown zu überstehen, da unser zweites Standbein, die Gastronomie komplett weggefallen ist.

In einem normalen Jahr liefern wir in der Osterwoche keine Abos aus. Aufgrund der faktischen»Ausgangssperre» haben wir uns entschlossen, unsere Kunden auch in der Oster Zeit zu bedienen.

Für die Mittwochs Lieferungen ändert sich nichts, aussert, dass wir am 8. April doch liefern 🙂
Das Depot im Petit Couteau wird am Dienstag 14. April um 14.00 bedient.
Die Freitags Lieferungen verschieben wir auf Donnerstag den 9. April.

Blibet Xung


Liebe Grüsse
Stefan Brunner und Team