Übergabe Bio Gemüse Abo vom Brunner Eichhof an das Farngut per Januar 2023

Nach einem turbulenten 2022 wurde klar dass es auf dem Eichhof Veränderungen braucht. Es gibt so viel gutes auf dem Eichhof, zu viel für Stefan und die Familie alleine. Desshalb sind wir froh im Farngut einen würdigen Betrieb gefunden zu haben, der unser geliebtes Bio Gemüse Abo am 2023 übernimmt.

Kundeninformation:

Liebe Kundin, lieber Kunde
Vor rund 4 Jahren haben wir mit dem Eichhof Bio Gemüseabo gestartet. Während den letzten zwei Jahren wuchs unser Kundenstamm rasant und blieb erfreulicherweise bis heute erhalten. Das Gemüseabo entwickelte sich mit grossem Erfolg.

Die damit verbundenen Aufgaben in Kombination mit anderen innovativen Projekten übersteigen heute die Möglichkeiten unseres Familienbetriebes. Um uns selbst wieder gerecht zu werden, haben wir uns nach einer Entlastung umgeschaut und gefunden.
Wir sind froh unser Herzensprojekt in gute Hände geben zu können. Der Biohof Farngut in Grossaffoltern wird das Gemüse-Abo übernehmen und Sie künftig mit regionalem Saison Bio-Gemüse zuverlässig beliefern.

Zwischen dem Farngut und dem Eichhof besteht eine langjährige Freundschaft.
Uns verbinden gleiche Werte und dieselbe Vision der Landwirtschaft. Das Farngut wird von Markus Bucher und Jonathan Bracher geleitet. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Landwirtschaft weiterzuentwickeln. Bäume, Sträucher, Blühstreifen, Wassertümpel und weitere Elemente prägen die Felder vom Farngut. In dieser Vielfalt wächst bald auch Ihr Gemüse!


Die Übergabe des Gemüseabo’s vom Eichhof zum Farngut findet zum Jahreswechsel 22/23
statt. Genaue Informationen zum Angebot vom Farngut folgen Ende November.

Wir freuen uns dass sich das Farngut gleich selber vorstellt, Stefan Brunner wird an den Führungen auch dabei Sein und gerne ihre persönlichen Fragen beantworten.

Das Team vom Farngut lädt alle «gwundrigen» zur Informationsveranstaltung mit Hofführung ein.

Plastikverpackungen im Abo

In aller Munde und unter ständiger Kritik sind die (unnötigen?) (Plastik)verpackungen beim Gemüse im Detailhandel bei den Orangen Riesen (80-90% Marktanteil) und auch in den Eichhof-Abos.

Immer wieder erhalten wir das Feedback, ob wir nicht auf die separat verpackten Kartoffel-, Salat- und Kürbisportionen im Sinne einer «Unverpackt-Philosophie» verzichten könnten.

Wir setzen uns intensiv mit den Thema auseinander um dem Ziel «Unverpackt» möglichst nahe zu kommen.

Stand heute können wir dies leider noch nicht konsequent umsetzen.
Dafür gibt es folgende Gründe:

  • Grundsätzlich hält verpacktes Gemüse bis zu 6-Mal länger als unverpacktes (siehe Artikel unten). Food Waste kann damit deutlich reduziert werden. Mit den höheren Produktionskosten im Biolandbau ist dies ein gewichtiges Argument!
  • Um das rechtzeitige Ausliefern der aktuell ca 500 Abos mit einer hohen Qualität sicherzustellen, bedarf es einer gewissen Logistik. Um dem Wachstum an Abos gerecht zu werden, wurde Sandro als Verantwortlicher Logistik eingestellt. Das Nadelöhr in der kleinen Halle ist das Abpacken. Die Zeitersparnisse von bereits im Vorfeld portionierten Einheiten (z.B. 1kg Kartoffeln) machen den Hochbetrieb erst möglich.
  • Dreckige Kartoffeln und gewaschener Salat in eine Kiste zu packen, würde dreckigen Salat und bald schimmelnde Kartoffeln ergeben. Bekanntlich ist das Auge ein nicht zu unterschätzender Richter bei der Wahl unserer Nahrungsmittel.
  • Falls die Verpackung von Abokund*innen retour gegeben würde, ist uns das Wiederverwenden ohne Reinigung aus Hygienegründen gesetzlich untersagt.
  • Das Verwenden von Stoffsäckchen wäre nur dann ein gangbarer Weg, wenn wir sie gewaschen zurücknehmen könnten. Ein Waschgang durch uns bedeutet beträchtlicher Mehrwaufwand, welchen wir auf die Abopreise abwälzen müssten.
  • Zur Zeit finden zwei verschiedene Portionenverpackungen ihren Einsatz bei uns:
    1. Die Kompostsäckchen aus Maisstärke (kompostierbar und nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion). Diese können übrigens jeweils retourniert werden, damit wir es fachgerecht kompostieren können.
    2. Plastiksäckchen (PE) für Salat und geschnittenes Gemüse

Fazit: Bei diesen Ausführungen wird klar, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Was auf den ersten Blick nachhaltig wirkt, kann Food Waste und zeitlicher Mehraufwand an kritischen Abschnitten unseres Abpackprozesses bedeuten.
Uns ist es auch ein wichtiges Anliegen, dass wir gänzlich auf Einwegverpackung verzichten können. Aktuell sind wir am Prüfen von Verpackungen auf Reisstroh-Basis. Reisstroh ist ein Abfallprodukt von Reis und kann sowohl kompostiert werden, sowie auch der Altkartonsammlung mitgegeben werden.